ERS-Berechnungsformel Ci = initial spring rate (Anfangsfederrate) | ![]() ERS-Berechnungsformel Abstimmungshinweise |
Häufig wird an uns die Frage gerichtet, wie die Zusatzfeder zur Hauptfeder abgestimmt werden muss.
Diese Frage lässt sich nicht allgemeingültig beantworten; man muss den jeweiligen Einsatzfall berücksichtigen:
a) Im Rundstreckensport wird ein Fahrzeug sehr hart abgestimmt, um die Rollneigung der Karosserie möglichst klein zu halten. Diese harte Feder wird vom Eigengewicht des Wagens nur noch sehr wenig vorgespannt. Das bedeutet, dass bei geringer Ausfederung die Feder völlig entspannt ist. Ein Rad, das nicht unter Federkraft an den Boden gedrückt wird, kann nur schlecht Führungskraft übertragen.
Dieser Effekt lässt sich durch das Zuschalten einer Zusatzfeder, die bei Entlastung des jeweiligen Rades öffnet und somit das Rad an den Boden drückt, stark verbessern. In diesem Fall sollte die Zusatzfeder bei statischer Last voll komprimiert sein (siehe Diagramm I).
Diese Schließkraft der jeweiligen Zusatzfeder ist aus unserer Typenliste zu entnehmen (Fc theor.)
b) Beim Rallye-Sport ist die Traktion des Fahrzeuges von ausschlaggebender Bedeutung. Eine gute Traktion ist allerdings nur bei einer relativ weichen Fahrwerksfedernauslegung vorhanden. Trotz der weichen Grundabstimmung müssen grobe Stöße auf das Fahrwerk von den Federn wirksam abgefangen werden können. Dazu benötigt man bei einer weichen Feder sehr große Federwege oder eine deutlich härtere Federabstimmung in Einfederrichtung. Letzteres ist mit einer Zusatzfeder möglich, die erst im Verlauf der Einfederung schließt und somit die gesamte Federcharakteristik dann verhärtet. Hier muß eine Zusatzfeder gewählt werden, deren theoretische Blockkraft (Fc theor.) größer als die statische Last des Fahrzeuges ist (siehe Diagramm II).
Oben aufgeführte Betrachtungen sind nicht allgemeingültig. Spezielle Anforderungen an den Einsatzzweck der Fahrzeuge und spezielle Streckengegebenheiten können auch andere Vorgehensweisen der Federabstimmung erforderlich machen. So haben sich beispielsweise nicht geschlossene Zusatzfedern bei der Asphaltabstimmung von
Rallye-Fahrzeugen bewährt.


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